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Sportlehrer kämpft für Mountainbike-Park unter A 66

Seit drei Jahren kämpft Sportlehrer Hans-Jürgen Arnold darum, dass seine Schüler eine Strecke zum Mountainbike-Fahren bekommen. Jetzt könnte es bald was werden.

HHS-siegerehrg-triathlonDas Gelände unter der A 66-Brücke bei Ahl ist eigentlich wenig attraktiv, aber Hans-Jürgen Arnold ist dennoch ganz scharf auf die Fläche. Grund: Hier könnten seine Jungs und Mädels, denen er in der Henry-Harnischfeger-Schule Salmünster Tricks auf dem Mountainbike beibringt, so richtig die Sau rauslassen. Die Jugendlichen wollen einen Dirt-Park mit einer Rampe, Kurven und Hügeln, über die sie ihre tollkühnen Sprünge machen können.


„Seit drei Jahren kämpfen wir für dieses Projekt“, erklärt Arnold. Das erste Jahr hat er mit seinen Schülern ein Konzept ausgearbeitet, in einer anderen Stadt einen Dirt-Park unter einer Autobahnbrücke entdeckt. Der Projektleiter der Sportklasse wusste sofort: Das ist perfekt. Hier stört es niemanden, wenn die Kids laut werden oder Musik abspielen. Und die Brücke schützt vor Regen. „Von Wasserschutzbehörde, oberer Naturschutzbehörde und Autobahnmeisterei haben wir einen riesigen Behördenmarathon hinter uns“, erinnert sich Arnold. Nachdem der Dirt-Park auch schon mal abgelehnt wurde, haben die Mountainbike-Fans seit zwei Monaten alle Genehmigungen.

Mit einer Auflage: Eine Lücke in der Brücke muss geschlossen werden, was stolze 15 000 Euro kostet. „Das war ein echter Rückschlag für uns“, erzählt Arnold. „Die Kinder waren total enttäuscht. Doch die Radler geben nicht auf: Zusammen mit der Stadt suchen sie nach Sponsoren, und haben mit der Woco auch schon einen ersten Partner. Die Firma wird während ihres Familientages (heute ab 15 Uhr) eine Tombola zu Gunsten des Projektes anbieten. Jeden Euro verdoppelt der Betrieb.

Der engagierte Sportlehrer ist jetzt optimistisch, dass es doch noch was wird mit dem Dirt-Park. Die Schüler würden kräftig mit anpacken, der Bauhof wäre mit im Boot. Dann müssten die Jugendlichen auch nicht mehr im Kurpark radeln, wo sich so mancher gestört fühlt. (Kinzigtal-Nachrichten, 30.09.11)