Unsere Schule

Jugendwaldspiele: Auf Tuchfühlung mit Waschbär und Co.

 

Einen spannenden Vormittag im Wald erlebten am donnerstag etwa 150 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe sieben der Henry-Harnischfeger-Schule (HHS) bei den zweiten Jugendwaldspielen.

 

Koordiniert wurde der Tag von Rainer Götz vom Forstamt Schlüchtern und Hubert Göbel, früher Förster und heute Lehrer an der HHS. Sie hatten Vertreter der NABU-Ortsgruppe, der Feuerwehr, dem Kreisjagdverein und besonders engagierte und versierte Personen gewinnen können, die den Kindern viele Informationen über die Natur vermittelten.

Beim Rundgang zu den zwölf Stationen – es waren jeweils 15 Minuten einschließlich Weg eingeplant – erlebten die Schüler in zwölf Gruppen viele Facetten des Waldes. Sie erfuhren Details und beantworteten Fragen, die ausgewertet werden und dann wird das Siegerteam ermittelt. Die Feuerwehr mit Andreas Wenzel, Robert Ohnesorge und Patrick Salomon informierte über vorbeugenden Brandschutz, die Alarmierung und das Verhalten bei einem Feuer im Wald.

Biberexperte Harald Schwarz vom Forstamt Schlüchtern widmete sich diesen in den vergangenen Jahren eingesetzten Tieren und sein Kollege Harald Holzapfel wusste viel über die Vögel des Waldes, während sich Förster Christian Stelting mit dem Nadelwald beschäftigte. Fragen wie „Woran erkennt man eine Ringelnatter?“ oder „Was ist ein Nesträuber und was sind Nestflüchter?“ stellten Gerhard und Wolfgang Ziegler von der NABU-Gruppe Salmünster den Gruppen vor.

Viel zu sehen gab es am Wagen des Kreisjagdvereins, wo Rudi Kutzke präparierte Tiere und wunderschöne Felle und Trophäen bereit hielt. Wo sieht man schon ein Reh oder einen Waschbären hautnah und kann das Fell streicheln?
Auch die Ergebnisse vom Zapfenweitwurf, Holzsägen und anderen Geschicklichkeitsspielen mit Naturmaterialien bei Forstwirtschaftsmeister Alfred Eckert fließen in das Gesamtergebnis ein.

Wissenswertes rund um einen Tümpel wurde mit Förster Heinz Vaupel besprochen, der den Schülern auch praktische Tipps für den Umgang mit Zecken gab. Ameisen sind keine Kuscheltiere, aber sie können ein Vielfaches ihres Eigengewichts transportieren, berichtete Ameisenexperte Ewald Krack (NABU) und der Vorsitzende des heimischen Imkervereins Jürgen Balzer erzählte von den Bienen. Förster i.R. Frieder Imhof beschäftigte sich mit dem Laubwald und Forstwirtschaftsmeister Christian Göbel mit der Waldarbeit.

Wie viel sie wussten, werden die Gruppen nächste Woche bei der Siegerehrung am 1. September erfahren. (Kinzigtal-Nachrichten 25.08.11)