Unsere Schule

Richtfest am Neubau der Henry-Harnischfeger-Schule

Vier neue, dringend benötigte, Klassenräume werden derzeit an der Henry-Harnischfeger-Schule (HHS) gebaut. Am Mittwoch war Richtfest, und nach den Herbstferien sollen die Räume bezogen werden.

kn_richtfest

Trotz der knappen Zeit in der ersten Woche des neuen Schuljahres fand sich auch der Grundschulchor unter Leitung von Thomas Wiegelmann ein und bereicherte den Festakt in der Mensa mit fröhlichen Liedern.

Schulleiterin Katharina Heinen freute sich, dass Mitglieder des Kreisausschusses, des Kreistages, der städtischen Gremien, des Amts 65 (für Schulwesen, Bau- und Liegenschaftsverwaltung), der Architekt Klaus Trageser, Vertreter der Firmen und auch viele Lehrer der Einladung gefolgt waren. Die Schule sei „in großer Raumnot“ und schon zu Beginn des Schuljahres müssten Klassen in verschiedene Räume ausweichen. Die regelmäßigen Baugespräche dienten dem Austausch und es gebe oft Diskussionen. „Wir haben aber das Gefühl, dass sie unsere Bedürfnisse ernst nehmen“, sage sie an den Architekten gewandt. Mit sechs neuen Klassen in der Jahrgangssstufe fünf und drei ersten Klassen besuchen derzeit über 1160 Schüler die HHS. Wenn der Anbau fertig sei, hoffe sie, dass die Sanierung der Naturwissenschaftlichen Räume erfolge, so Heinen.

„Die Henry-Harnischfeger-Schule stand in den letzten Jahren hoch im Kurs bei uns“, sagte Schuldezernent Günter Frenz (CDU). Seit 2002 seien hier rund 5,4 Millionen Euro investiert worden. „Ich denke, dass wir gemeinsam an diesem Standort nicht nur in die Zukunft sehen, sondern auch etwas dafür tun.“ Erst wenige Stunden zuvor habe der Kreis entschieden, dass er der Stadt das Gelände der Kleinschwimmhalle für einen Euro überlasse, so Frenz. Somit könne diese saniert werden, wovon Land, Kreis und Stadt je ein Drittel tragen.

Energetische Optimierung

Der Anbau mit vier Klassenräumen hat eine Grundrissfläche von 590 Quadratmetern, eine Hauptnutzfläche von 340 Quadratmetern und der umbaute Raum umfasst 1800 Kubikmeter. Die Gesamtkosten betragen eine Million Euro. Das Gebäude wird als Massivbau errichtet und nicht unterkellert. Das geneigte Pultdach nimmt Form und Dachneigung des 17er-Trakts auf, wird mit antharzitfarbenen Falzblechen eingedeckt und erhält ein Satteldach. Die Erschließung erfolgt über das Treppenhaus des 17er-Trakts sowie den verglasten Verbindungsgang im Erd- und im Obergeschoss. Zudem ist auf der Nordseite eine Stahl-Fluchttreppe geplant.

Durch die moderne Gestaltung des Neubaus und die Wahl zeitgemäßer Technik, Materialien und Farben bilden sich spannungsreiche Kontraste zu den vorhandenen Gebäuden, so dass sich der Erweiterungsbau durch seine eigene Architektursprache abhebe, heißt es in der Architekteninformation. Die großformatigen Fenster in den Klassenräumen werden dreifachverglast und mit geringem Fugenanteil energetisch optimiert. Die im modernen Schulbau angewandten reduzierten Öffnungsflügel in Kombination mit Lamellenlüftungsflügeln werden zentral gesteuert und ermöglichen die zusätzliche energetische Nutzung der Nachtkühlung. Ein Sonnenschutz erhält eine energiesparende Tageslichtlenkung und eine Verdunkelungsfunktion.

Aus luftiger Höhe trug später ein Zimmermann den Richtspruch vor und bekräftigte seine guten Wünsche, indem er ein Glas in einem Zug leerte und auf dem Boden zerschellen ließ. (Kinzigtal-Nachrichten 11.08.11)