400 Schülerinnen und Schüler der Henry-Harnischfeger-Schule nahmen an Juniorwahl Hessen teil

Intensives Auszählen und Erstaunen über einige Ergebnisse

„Das Auszählen der 15 Fragen der Volksabstimmung über die Hessische Landesverfassung hat ganz schön lange gedauert“, resümieren die Mitglieder des Wahlvorstandes Viktoria Kaiser (10b), Alisa Getmann (10d), Weronika Kreuder (9a), Emina Gutic (9c), Elma Muric (9c), Marcel Hagemann (10b) und Daniel Stoppel (10d). Freiwillig blieben sie bis zum späten Freitagnachmittag in der Schule und sortierten unter Aufsicht ihres Lehrers Pit Müller die eingegangenen 400 Wahlzettel zunächst nach Erst- und Zweitstimme und danach die Zustimmung oder Ablehnung zu den 15 Änderungsvorschlägen in der Hessischen Landesverfassung.

Mit großem Erstaunen nahmen sie zur Kenntnis, dass ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ausgerechnet in der Frage, ob das Wählbarkeitsalter für den Hessischen Landtag auf 18 Jahre herabgesetzt werden solle, nur hauchdünn Ja sagten. In Gesprächen hätte man herausgehört, dass sich viele Jugendliche zu jung fühlten, um politisch Verantwortung zu übernehmen.

Ebenfalls mit einer 2/3-Mehrheit wünschen die Schülerinnen und Schüler ein Bekenntnis zur Europäischen Integration in ihrer Verfassung. Auch die Aufhebung der Todesstrafe als Bestandteil der Landesverfassung wurde klar befürwortet.

Der Wahlvorstand der Henry-Harnischfeger-Schüler verkündet folgendes Zweitstimmen-Ergebnis bei 399 abgegebenen Stimmen:

CDU: 24,56%, SPD: 15,28 %, Grüne: 18,29%, Die Linke: 2,75%, FDP: 5%, AfD: 13,03%, Freie Wähler: 5,26% und andere Parteien insgesamt: 15,83 %.

„Die Juniorwahl ist eine tolle Sache. Es ist eine Simulation der tatsächlichen Wahlen vom Eingang der Wahlbenachrichtigung bis zum Verkünden der Wahlergebnisse. Wir sind froh, dass wir an den Juniorwahlen, egal ob bei den Bundestags- oder Landtagswahlen teilnehmen dürfen.“, sagten die Schülerinnen und Schüler nach der Auszählung.

Über das tatsächliche Wahlergebnis der Landtagswahl und das der Henry-Harnischfeger-Schule werde man im Fach Gesellschaftslehre diskutieren. Die Wahlbeteiligung lag bei 89 %.

 WahlvorstandJuniorwahl web

Foto: Der Wahlvorstand bei der Arbeit