Beste Praktikumsberichte ausgezeichnet – acht Kinzigtal-Schulen mit 150 Dokumentationen

Im Rahmen der "Bergwinkel Ausbildungsbörse" am vergangenen Wochenennde in der Steinauer Halle am Steines hat der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft die besten Praktikumsberichte im Schuljahr 2016/17 ausgezeichnet. Insgesamt acht Schulen beteiligten sich an dem Wettbewerb mit rund 150 eingereichten Praktikumsberichten. Die Preisträger erhielten Sach- und Geldpreise und qualifizierten sich automatisch für den Regionalentscheid Osthessen.

 

„Praktika geben unseren Schülern einen Einblick in die Berufswelt und sind ein wichtiger Baustein für den Übergang von der Schule in den Betrieb“, betonte Julia Czech, Sprecherin des Arbeitskreises. Im vergangenen Jahr hätten die Schulen des Kinzigtals zwei Hessensieger gestellt.

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Die Preisträger:
Integrierte Gesamtschule: 1. Tobias Buchhold, 2. Märtha Reifschneider, 3. Marvin Betz (alle Henry-Harnischfeger-Schule Salmünster).
Gymnasium: 1. Emily Pfeifer, 2. Lena Hosbach, 3. Noah Huhn (alle Ulrich-von-Hutten-Gymnasium Schlüchtern).
Hauptschule: 1. Vanessa Münch (Hans-Elm-Schule Altengronau), 2. Noelle Herbert (Stadtschule Schlüchtern), 3. Isabell Prinz (Haupt- und Realschule Birstein).
Realschule: 1. Matilda Kolb (Stadtschule Schlüchtern), 2. Simon Gärtner, 3. Albina Ibrahimi (beide Brüder-Grimm-Schule Steinau).
Förderschule: 1. Michael Maienschein, 2. Chantal Weber, 3. Emma Helmut (alle Bergwinkel-Schule Schlüchtern). (Osthessen News 23.05.17)

Profilklassen sind die Würze im Alltag

Henry-Harnischfeger-Schule stellt sich am Tag der offenen Tür künftigen Fünftklässlern vor

 

In der proppenvollen Großsporthalle hat die Leitung der Henry-Harnischfeger-Schule Salmünster kürzlich Viertklässler und deren Eltern über die speziellen Angebote der integrierten Gesamtschule informiert. Die Schüler der Sportklassen zeigten ihre beeindruckenden Künste beim Mountainbiking und beim Hochsprung, bevor sich die Kinder und ihre Eltern anschließend in kleinen Gruppen von Lehrkräften durch die Schule führen ließen.

 

In den Jahrgängen fünf und sechs an der Harnischfeger-Schule werden jeweils zwei zusätzliche Unterrichtsstunden entweder für Sprachen, Naturwissenschaften, digitale Informationstechniken, Kunst oder Sport – hier sind es drei zusätzliche Stunden – verwendet.

 

Mit leuchtenden Augen bekannte einer: „Zuerst war ich ganz sicher, dass ich IT oder Kunst machen möchte, aber jetzt finde ich auch die Nawi-Klasse total interessant!“ Dass für diejenigen Kinder, die gerne in die Sportprofilklasse einsteigen würden, eine kleine Prüfung vorgeschaltet ist, erläuterte Fachleiterin Mareike Schilling: „Eine gewisse Fitness ist Voraussetzung dafür, um für das dreistündige zusätzliche Sportprogramm gerüstet zu sein.“

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Schüler und Lehrer der Harnischfeger-Schule zeigten in Mitmachangeboten, wie das Lernen in den Profilklassen funktioniert. So fragten Schüler der Sprachenklasse: „Como te llamas?“ Das bedeutet: „Wie heißt du?“ auf Spanisch. Die Antwort: „Me llamo ...“, „Ich heiße ...“, konnten die Viertklässler gleich aufgreifen. Und wenn viele auch etwas schüchtern waren, so bekamen sie doch einen Eindruck vom spielerischen Erlernen einer neuen Sprache. Sowohl auf Spanisch als auch auf Französisch werden zum Beispiel Musiktexte gesungen, oder es wird landestypisch gekocht. Auch das Erreichen des kleinen Latinums ist an der Henry-Harnischfeger-Schule möglich.

 

Stolz präsentierten die Schüler der Kreativklasse ihre Werke. Kunsterzieherin Ursula Wellmann-Glowacki erklärte, dass sie im Profilunterricht gern auf die Interessen der Schüler eingehe und dann auch Techniken vermittle, für die im normalen zweistündigen Kunstunterricht die Zeit nicht ausreiche.

 

Das digitale Lernen vom Kommunizieren und Informieren über das Anwenden bis hin zum Produzieren beim Benutzen von Standardprogrammen mit Zehn-Finger-Tipp-Kurs bietet bereits früh Orientierungshilfen im digitalen Netz. Schulleitungsmitglied Lothar Klinkhammer führte die Viertklässler in dieses Profil ein. In der Naturwissenschaftsklasse geht es um Naturphänomene. Durch gezieltes Beobachten, Untersuchen und Bewerten gelingt es, mit neuem Wissen Alltagssituationen zu verstehen und begreifen zu lernen.

 

„Bei uns an der Schule kann man jeden Nachmittag bis gegen 15 Uhr zusätzlich zum Unterricht an Arbeitsgemeinschaften teilnehmen oder in die Hausaufgabenbetreuung gehen. Ihr könntet also jeden Tag außer freitags bis zum Nachmittag in der Schule verbringen“, erklärte die Pädagogische Leiterin der Schule, Julia Czech, und machte dabei auch auf das Essensangebot in der Mensa der Schule aufmerksam.

 

Am Tag der offenen Tür präsentierten sich unter anderem auch der Schulsanitätsdienst, die Robotik-Klasse, die Bus-Paten, die Schulsozialarbeit, die Schulgarten-AG und der Fachbereich Religion im Ruheraum der Schule. Schulelternbeirat und Förderverein der Schule erklärten ebenfalls ihre Arbeit. Auch werden die Schüler darin unterstützt,sich an Wettbewerben zu beteiligen. (GNZ 15.02.17)

Den roten Faden nicht verlieren

Methodentag an der Henry-Harnischfeger-Schule hilft Schülern bei Abschlussarbeiten

 

Beim kürzlich veranstalten Methodentag der Henry-Harnischfeger-Schule drehte sich alles um das Fragewort „Wie“. Dabei erfuhren die Schüler der Jahrgänge fünf bis zehn Wissenswertes darüber, wie Informationen und Ideen gesammelt werden können, wie man mit Texten umgeht sowie Ergebnisse präsentieren und vortragen kann. Außerdem lernten sie, wie man im Team arbeitet und lernt, wie man gut kommuniziert, wie verschiedene Lerntechniken und Lernhilfen angewendet werden können und wie unterschiedliche Medien nutzbar sind. Für die Schüler der Abschlussjahrgänge kam der jährliche Methodentag gerade richtig, um bei der Vorbereitung von Präsentationen und Hausarbeiten Unterstützung zu finden. Diese Aufgaben sind jeweils einem Fach zugeordnet.

 

Die Schüler arbeiten zu selbst gewählten Themen, darunter: „Wie hat Steve Jobs die Welt verändert?“, „Stellvertreterkriege und ihre Ursachen“, „Nordirlandkonflikt   in der heutigen Zeit“ oder „Lobbyismus“, aber auch zu biologischen, physikalischen oder chemischen Fragestellungen. Für sie geht es vor allem darum, den roten Faden beim Schreiben eines größeren Textes nicht zu verlieren. Beginnen sollte man   damit, sich einen Überblick zu verschaffen und das eigene Thema einzugrenzen. „Worum soll es bei meinem Text gehen? Was ist das Wesentliche?“ Es folgt eine ge - zielte Sammel- und Lesephase.

Methodentag 2017

Dabei können Schlagwörter, Stichwörter, Autorennamen, gängige Literatur helfen. Wer sich in diesem Arbeitsabschnitt mit einer Mindmap eine bildhafte Darstellung von Inhalten, Schlagwörtern und Quellen anfertigt, hat ein gutes Gerüst zur weiteren Arbeit. Wichtig sei es, sich zu vergegenwärtigen, aus welcher Perspektive verschiedene Informationen stammen, um sie entsprechend einordnen zu können. Oftmals seien Informationen nicht einfach wertfrei, sondern gefärbt, je nachdem von welcher Seite sie stammten.

 

Es gelte dann, das gesammelte Material zu ordnen und zu strukturieren, um den eigenen Text zu planen, Argumentationslinien aufzubauen und zu gliedern. Wenn dann Textinhalt und -verlauf geklärt seien, gehe es an die Phase des Schreibens selbst. Unter Rückgriff auf die eigenen Stichworte entstehe eine Rohfassung des Textes, der anschließend weiter überarbeitet werden müsse. Dabei sollten die Schüler prüfen, ob der Text inhaltlich geschlossen sei. Inhalte, Überlegungen und Begründungen müssen nachvollziehbar sein.

 

Es gelte, flüssig und gut lesbar zu schreiben, Wortwiederholungen zu vermeiden und Schachtelsätze zu entzerren. In jedem Fall sollten die Schüler ihren fertigen Text Korrektur lesen und dabei gründlich auf Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und Erscheinungsbild achten. Hier gehe es auch darum, die Kennzeichnung von Zitaten und Belegen wie auch das Literaturverzeichnis zu überprüfen. Wer all diese Hinweise und Tipps gründlich beachtet, dessen Hausarbeit bringt ihm wahrscheinlich eine gute Note. (GNZ 27.01.17)

Melanie Hagemann hat die besten Argumente

Die Schüler der Henry-Harnischfeger-Schule sind debattierfreudig. 16 Jugendliche der Jahrgänge neun und zehn tauschten jüngst im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ Argumente aus. Als Siegerin ging Melanie Hagemann aus der Klasse 9F vor Brian Petersen aus der 10C hervor. Beide werden ihre Schule beim Regionalentscheid vertreten. Die Finaldebatte drehte sich um das Thema „Soll auf Lebensmittel nur noch das Verbrauchsdatum angegeben werden dürfen?“. Zuvor stellten sie sich die Frage, ob Schülerinnen und Schüler in manchen Fächern getrennt voneinander unterrichtet werden sollten. An der hochkarätigen Finaldebatte nahmen neben den beiden Siegern Jennifer Bös und Dennis Fleischer teil.

Die teilnehmenden Schüler mit den Finalisten im Vordergrund (von links): Brian Petersen, Melanie Hagemann, Jennifer Bös und Dennis Fleischer.	Foto: Kruse

 

Die teilnehmenden Schüler mit den Finalisten im Vordergrund (von links): Brian Petersen, Melanie Hagemann, Jennifer Bös und Dennis Fleischer. Foto: Kruse  (GNZ 24.01.17)

Trainieren mit den Profis

Der Basketball-Kurs von Sandra Claßen-Eilers für die Jahrgänge neun und zehn an der Henry- Harnischfeger-Schule hatte jüngst hochkarätigen Besuch. Trainer Oliver Gränz, Spieler Cosmo Grühn und Projektleiterin Anja Emler vom Profi-Team Frankfurt Skyliners waren zum gemeinsamen Training in die Großsporthalle nach Salmünster gekommen. Im Gepäck hatten sie je ein T-Shirt und einen Rucksack mit Skyliner-Emblemen für die Schüler. Die Basketbälle allerdings, mit denen die Schüler die Übungsstunde absolvierten, nahmen sie im Anschluss an das Training wieder mit in die Main-Metropole.

Sportlehrerin Claßen-Eilers ist selbst passionierte Basketballspielerin. Sie hatte diese besondere Übungsstunde für ihre Schüler organisiert. „Inzwischen gibt es eine Warteliste von drei Jahren, wenn sich Schulen für einen Besuch der Frankfurt Skyliners anmelden“, erklärte Projektleiterin Anja Emler. Etwa 30 Termine dieser Art absolviere der Verein im Jahr. Außerdem bieten die Skyliners auch Lehrerfortbildungen an, sagte Emler. Der Empfang an der Harnischfeger-Schule mit einem Frühstück sei „unglaublich schön“ gewesen, freute sich Anja Emler über die gezeigte Wertschätzung.

Basketballer
Zum Basketball-Kurs der Schule gehören derzeit 27 Schüler. Allerdings konnten wegen Busfahrerstreik oder Krankheit am Training mit den Frankfurt Skyliners nur 17 Jugendliche teilnehmen. Angeboten wird der Kurs für beide Geschlechter. Allerdings hatten sich in diesem Schuljahr die Mädchen anders entschieden, berichtete Sandra Claßen-Eilers.

Bereits das Aufwärmprogramm absolvierten die Schüler jeweils mit einem Ball. Dabei ging es darum, die Ganzkörperkoordination und das Körpergefühl für das Mannschaftsspiel zu stärken. Die Schüler dribbelten mit dem Ball durch die Sporthalle, führten dabei den Ball um ihren Körper, zwischen den eigenen Beine hindurch und über dem Kopf. Sie warfen den Ball hoch und klatschten bis sie ihn wieder auffingen mehrfach in die Hände. Sie versuchten den Ball hinter dem eigenen Rücken zu fangen, nachdem sie ihn hochgeworfen hatten.

Eine ordentliche Körpergröße sei bei diesem Sport von Vorteil, erläuterte Anja Emler. Dies gelte einerseits wegen des Korbs, in den es den Ball zu versenken gilt. Andererseits sei auch Basketball ein Mannschaftssport, in dem mit Körpereinsatz gearbeitet werde und dabei seien die Größeren und Kräftigeren den Kleineren nunmal überlegen. Natürlich war der Wurf auf den Korb für die Schüler die Krönung des Trainings mit den Frankfurt Skyliners. Auch dabei waren sie dankbar für jeden Tipp von Trainer Oliver Gränz und Spieler Cosmo Grühn. (GNZ 18.01.17)