Fleißig wie eine Nähmaschine

Die 15 Schülerinnen der Näh-AG aus den Jahrgängen fünf bis neun sind alle engagiert beschäftigt. Einige arbeiten an den zehn Nähmaschinen der Henry-Harnischfeger-Schule Bad Soden-Salmünster, die der Förderverein bereits vor Jahren angeschafft hatte. Andere stehen am Bügelbrett und glätten ihre Werke aus Stoff oder verarbeiten Materialien, die mittels Hitze darauf appliziert werden. Wieder andere messen oder schneiden ihren Stoff gerade, um anschließend mit der Näharbeit zu beginnen.

Näh AG

Die Schülerinnen sind stolz auf ihre ganz eigenen Produkte. Mit ihnen freuen sich Lehrerin Martina Schneider sowie Pit Müller (hinten, links) und Lothar Klinkhammer vom Förderverein der Schule. Foto: Kruse

 

Die Schülerinnen werkeln gemeinsam in einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft und werden dabei von Lehrerin Martina Schneider betreut. Auch Jugendliche aus der Intensivklasse sind mit von der Partie. Was sie sprachlich noch nicht unmittelbar begreifen können, lernen sie durch praktische Anleitung. Die Schülerinnen helfen sich gegenseitig und haben sichtlich Spaß bei der Arbeit, was auch für die Lehrerin gilt. Denn Martina Schneider hat durch die Spendenbereitschaft des Fördervereins die Möglichkeit, Stoffe mit ausgesprochen schönen und modischen Mustern anzuschaffen. So identifizieren sich die Schülerinnen gern mit ihren Werken, staffieren das eigene Zimmer mit den selbst genähten Kissen aus oder nutzen stolz die selbst hergestellten Taschen oder Rucksäcke. „Das Einhornkissen möchte ich einer Freundin zum Geburtstag schenken“, erzählt eine der Schülerinnen. So zeigen die Mädchen viel Engagement und lassen ihren kreativen Ideen freien Lauf.

Auch gutes Werkzeug, wie Schneiderscheren, Kreide sowie Zubehör wie Knöpfe und Reißverschlüsse kann Martina Schneider mit den Mitteln des Fördervereins anschaffen. Die Wartungskosten für die vor Jahren angeschafften Nähmaschinen werden ebenfalls dadurch getragen.

„Ich bin so froh darüber, dass wir diese Möglichkeit für den Nähkurs haben“, freute sich Schneider und dankt Pit Müller und Lothar Klinkhammer vom Förderverein bei der Übergabe von 200 Euro für weitere Materialien. „Nur noch in wenigen Familien wird genäht oder gehandarbeitet“, erklärt die Lehrerin. Kinder, die diese Kulturtechniken einmal erlernt hätten, könnten sie bei Bedarf in ihrem Leben immer wieder verwenden, ist sich Schneider sicher.