Bunte Schülerschar sagt Ciao

Für knapp über 100 Jugendliche ist die Zeit an der Henry-Harnischfeger-Schule in Salmünster seit Freitagabend vorbei. 47 von ihnen haben den Jahrgang zehn mit der Eignung für die gymnasiale Oberstufe abgeschlossen, 23 erreichten den qualifizierenden Realschulabschluss und 31 verlassen die Schule mit dem Realschulabschluss.

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Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Diese Schüler haben den Jahrgang zehn an der Henry-Harnischfeger-Schule abgeschlossen.

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Jahrgangsbeste mit Eignung zur gymnasialen Oberstufe ist Jasmin Noll aus der Klasse 10E. Sie erreichte einen Notendurchschnitt von 1,5. Angela Henning, ebenfalls aus der Klasse 10E, und Eric Ritter (10D) erreichten den qualifizierten Realschulabschluss als Beste mit der Note 1,5. Schulleiterin Katharina Heinen zeichnete die drei Schüler während der Abschlussfeier im Spessart-Forum in Bad Soden für ihre Leistungen aus. „Ich wünsche Euch, dass Ihr den nächsten Lebensabschnitt mit viel Motivation und Kraft angeht“, sagte Heinen.

Amra Cakovic und Lisa Jäger bedankten sich im Namen des Jahrgangs humorvoll bei Schule und Lehrern. Ein 10er-Chor sang Lords „Royals“ und Chrissi Stephan begeisterte mit dem Titel „Wir sind groß“ von Mark Forster.

Die Klassenlehrer der Abgangsklassen Thierry Guy, Steffen Auth, Hubert Göbel, Julia Czech und Sebastian Krewald nutzten die Farben des Regenbogens, die so bunt wie die Schar ihrer Schüler ist, als Metapher für Vergangenes und Zukünftiges. „Niemand hat die Absicht, eine Rede zu halten. Aber heute muss ich“, begann Guy, der sein „blaues Wunder“ mit einer fast reinen Mädchenklasse erlebt hatte. Die Farbe Orange symbolisierte den Stolz von Steffen Auth auf die Entwicklung der Schüler im Laufe der Jahre. Hubert Göbel erklärte: „Grün ist die Farbe des Lebens. Ihr seid alle nicht nur gewachsen, sondern auch geistig gereift“. Für Julia Czech ist die große Stärke der integrierten Gesamtschule, dass das Anderssein dort völlig normal sei. Sie dankte den Schülern deshalb für deren Leistungen in der Inklusion. Sebastian Krewald erklärte, die Kinder hätten gelernt, aus eigenen Fehlern Kräfte zu entwickeln. Kurdirektor Stefan Ziegler sprach als ehemaliger Henry-Harnischfeger-Schüler im Namen der Stadt Bad Soden-Salmünster. „Nutzen Sie die Chance einer handwerklichen Ausbildung“, warb er und appellierte an die Jugendlichen: „Nehmt die Zukunft in die eigene Hand!“ Kaplan Michael Sippel erinnerte sich an die eigene Schulzeit und sein damaliges Motto: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“, und gestand, sich auch mal mit einer „4“ begnügt zu haben.

„Ihr müsst das Unmögliche wagen und das tun, was Euch ein gutes Gefühl gibt“, sagte Katrin Klas-Frenzel, Vorsitzende des Schulelternbeirats. Volker Hagemann lud die Schulabgänger als Chef des Vereins der Freunde und Förderer ein, durch Mitgliedschaft im Verein den Kontakt zur jetzt ehemaligen Schule zu halten. (GNZ 24.06.17)