Profilklassen sind die Würze im Alltag

Henry-Harnischfeger-Schule stellt sich am Tag der offenen Tür künftigen Fünftklässlern vor

 

In der proppenvollen Großsporthalle hat die Leitung der Henry-Harnischfeger-Schule Salmünster kürzlich Viertklässler und deren Eltern über die speziellen Angebote der integrierten Gesamtschule informiert. Die Schüler der Sportklassen zeigten ihre beeindruckenden Künste beim Mountainbiking und beim Hochsprung, bevor sich die Kinder und ihre Eltern anschließend in kleinen Gruppen von Lehrkräften durch die Schule führen ließen.

 

In den Jahrgängen fünf und sechs an der Harnischfeger-Schule werden jeweils zwei zusätzliche Unterrichtsstunden entweder für Sprachen, Naturwissenschaften, digitale Informationstechniken, Kunst oder Sport – hier sind es drei zusätzliche Stunden – verwendet.

 

Mit leuchtenden Augen bekannte einer: „Zuerst war ich ganz sicher, dass ich IT oder Kunst machen möchte, aber jetzt finde ich auch die Nawi-Klasse total interessant!“ Dass für diejenigen Kinder, die gerne in die Sportprofilklasse einsteigen würden, eine kleine Prüfung vorgeschaltet ist, erläuterte Fachleiterin Mareike Schilling: „Eine gewisse Fitness ist Voraussetzung dafür, um für das dreistündige zusätzliche Sportprogramm gerüstet zu sein.“

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Schüler und Lehrer der Harnischfeger-Schule zeigten in Mitmachangeboten, wie das Lernen in den Profilklassen funktioniert. So fragten Schüler der Sprachenklasse: „Como te llamas?“ Das bedeutet: „Wie heißt du?“ auf Spanisch. Die Antwort: „Me llamo ...“, „Ich heiße ...“, konnten die Viertklässler gleich aufgreifen. Und wenn viele auch etwas schüchtern waren, so bekamen sie doch einen Eindruck vom spielerischen Erlernen einer neuen Sprache. Sowohl auf Spanisch als auch auf Französisch werden zum Beispiel Musiktexte gesungen, oder es wird landestypisch gekocht. Auch das Erreichen des kleinen Latinums ist an der Henry-Harnischfeger-Schule möglich.

 

Stolz präsentierten die Schüler der Kreativklasse ihre Werke. Kunsterzieherin Ursula Wellmann-Glowacki erklärte, dass sie im Profilunterricht gern auf die Interessen der Schüler eingehe und dann auch Techniken vermittle, für die im normalen zweistündigen Kunstunterricht die Zeit nicht ausreiche.

 

Das digitale Lernen vom Kommunizieren und Informieren über das Anwenden bis hin zum Produzieren beim Benutzen von Standardprogrammen mit Zehn-Finger-Tipp-Kurs bietet bereits früh Orientierungshilfen im digitalen Netz. Schulleitungsmitglied Lothar Klinkhammer führte die Viertklässler in dieses Profil ein. In der Naturwissenschaftsklasse geht es um Naturphänomene. Durch gezieltes Beobachten, Untersuchen und Bewerten gelingt es, mit neuem Wissen Alltagssituationen zu verstehen und begreifen zu lernen.

 

„Bei uns an der Schule kann man jeden Nachmittag bis gegen 15 Uhr zusätzlich zum Unterricht an Arbeitsgemeinschaften teilnehmen oder in die Hausaufgabenbetreuung gehen. Ihr könntet also jeden Tag außer freitags bis zum Nachmittag in der Schule verbringen“, erklärte die Pädagogische Leiterin der Schule, Julia Czech, und machte dabei auch auf das Essensangebot in der Mensa der Schule aufmerksam.

 

Am Tag der offenen Tür präsentierten sich unter anderem auch der Schulsanitätsdienst, die Robotik-Klasse, die Bus-Paten, die Schulsozialarbeit, die Schulgarten-AG und der Fachbereich Religion im Ruheraum der Schule. Schulelternbeirat und Förderverein der Schule erklärten ebenfalls ihre Arbeit. Auch werden die Schüler darin unterstützt,sich an Wettbewerben zu beteiligen. (GNZ 15.02.17)