Höflich, hilfsbereit und stark

Henry-Harnischfeger-Schulleiterin Gabriele Ebbeler-Tischbirek machte am Ehrungsabend auf das Motto der integrierten Gesamtschule aufmerksam. Stehen doch viele der Auszeichnungen für Schüler, Eltern, Lehrer sowie weitere Helfer oftmals genau in diesem Kontext: „höflich, hilfsbereit und stark“, kurz: HHS. Zuvor hatte der Schülerchor der Klassen 6a und 6d unter der Leitung von Alexander Zahn mit „Jingle Bells“ und „We Wish You A Merry Christmas“ vorweihnachtliche Stimmung verbreitet.

Bürgermeister Lothar Büttner gestand, dass es für ihn immer noch jedes mal spannend sei, in die Schule zu gehen ohne Schüler zu sein. Er gratulierte den Geehrten, deren Engagement über die normale Arbeit in der Schule hinaus gehe, im Namen der Stadt und überreichte ihnen ihre Urkunden.

Für vorbildlichen Sanitätsdienst und die Ausbildung neuer Schulsanitäter wurden Christina Heberer (8d), Fabian Heil (10a), Erik Mock (9d), Luca Noll (10d) und Vanessa Rakovic (10b) geehrt. Sie kümmern sich um Schürfwunden, Bauchschmerzen, aber auch alle anderen plötzlich auftretenden Wehwehchen. Stellvertretend für die Theater-Arbeitsgemeinschaft der Grundschule nahmen Monja Grauel (4c), Mia Macha (4b), Jenny Trute (5f) und Lisa Tschernev (5f) die Urkunden entgegen. Rosi Hüfner fertigt seit Jahren die Kostüme für die Aufführungen.

Für die zahlreichen Klassenpaten freuten sich Alexia Kahl (10g), Sofia Schiller (10b), Nele Weber (9a), Felix Wolf (10f) und Viktoria Wolf (9d) über die Auszeichnungen ihrer Arbeit. Die Paten erleichtern den Jüngeren den Einstieg in das Leben der mit mehr als 1 000 Kindern und Jugendlichen recht großen Schule und stehen ihnen mit Rat und Tat zu Seite. Sofia Schiller ist zudem noch Buspatin und machte die Schule durch Erfolge bei Kunstwettbewerben bekannt.

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Die geehrten Schulsanitäter, Theaterspieler, Klassenpaten, Tierschützer und Buspaten

 

Stellvertretend für die 60 Buspaten an der Schule, die dafür sorgen, dass die Schüler sicher in 70 verschiedene Dörfer heimkommen, ehrten die Schule und der Rathauschef Josefine Bahlke (9a), Timo Höhn (9f), Annalena Klas (10e) und Daniel Stoppel (9e). Der vorbildliche Busfahrer Uwe Breitrück, der sich seiner Fahrgäste annimmt, konnte nicht anwesend sein.

Den zweiten Platz des hessenweiten Wettbewerbs „Chemie – mach mit!“ erreichten Vinzent Enders (8c), Alexander Hein (8c) und Justin Viliani (8d). Den dritten Platz errangen Marvin Breidenbach, Maksim Dekic, Jonas Glück, Luca Merz und Max Vormwald (alle 10d).

Die Besten beim Praktikumswettbewerb auf Schul-, Kreis- und Landesebene waren Marvin Betz (9d), Tobias Buchhold (9b) Melanie Hagemann (10a), Naima Rasch (10b) und Märtha Reifschneider (9b). Melanie Hagemann gewann zudem beim Wettbewerb „Jugend debattiert“. Außerdem wirkt sie als Klassenpatin. Luca Kress (5b) wurde Zweiter beim Minimarathon, die beste Platzierung der Jungen, Lara-Marie Essel (5b) Vierte bei den Mädchen. Samuel Kern (6d) ist der Gewinner des diesjährigen Vorlesewettbewerbs an der Schule.

 

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Maja Lisiak (10d) ist eine Schülervertreterin, die zudem freiwillig die Sportklasse unterstützt. Luca Müller (6b), Marie-Luise Schäfer und Vanessa Schiller (beide 9d) engagieren sich in den Pausen im Bibliotheksdienst. Mit tollen Tierspendenaktionen hatte die 8c das Leben mehrerer Hunde verbessert. Für die Klasse nahmen Thorben Pfeufer und Tamina Weiß die Urkunde entgegen.

 

Sowohl während der Schulzeit als auch in den Ferien ist Barbara Paul in der Kinderbude bei der Betreuung außerhalb des Unterrichts tätig. Karin und Volker Hagemann engagieren sich vornehmlich im Förderverein besonders für die Belange der Henry-Harnischfeger-Schule. Der Lehrer Pit Müller ist seit 20 Jahren Kassierer dieses Fördervereins.

Die Väter Harry Abeln, Stefan Kraus, Alexander Leibman und Steffen Sturm hatten unter anderem den Wassergraben und die darüber gespannte Brücke auf dem Schulhof der Grundschule erneuert.

Viel zu lachen gab es während des Ehrungsabends beim Improvisationstheater, das Sven Scharf mit einer Schülergruppe einstudiert hatte. Die hielt damit den Protagonisten im Schulleben einen Spiegel vor. Die Schülerinnen Nike Belz, Emilia Wolf und Natalie Zahn hatten die Ehrungsveranstaltung kenntnisreich und munter moderiert. Den Ausklang gestalteten Norbert Auth und Alexander Zahn mit dem Schülerchor, der begeistert das populäre Stück „Last Christmas“ und das „Hallelujah“ von Leonard Cohen sang. (GNZ, 16.12.17)

 

Samuel Kern ist bester Leser

Der Vorlesewettbewerb für den Jahrgang sechs ist der älteste und größte Lesewettstreit Deutschlands und wird von der Stiftung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels organisiert. In diesem Jahr fand er zum 59. Mal statt, und die Schulsieger müssen bis Mitte Dezember gemeldet werden, damit sie im kommenden Jahr auf der nächsthöheren Ebene in den Wettstreit mit den Siegern anderer Schulen gehen können. An der Henry-Harnischfeger-Schule in Salmünster las Samuel Kern aus der 6d am besten.

Vorlesewettbewerb

Die fünf Klassenbesten (von links): Lisann Greulich, Anestis Ilias, Samuel Kern, Simon Culic und Franziska Grieb. Foto: Kruse



Er ging nach drei Minuten Lesen aus Cornelia Funkes „Herr der Diebe“ sowie nach zwei Minuten an einem unbekannten Text aus dem Kinder-Adventsbuch des Diogenes-Verlags als Sieger unter den Klassenbesten des Jahrgangs hervor.

Zweite wurde Lisann Greulich aus der 6a, die aus „An der Arche um 8“ von Ulrich Hub gelesen hatte. Den dritten Platz erreichte Franziska Grieb aus der 6e. Sie las aus „Tom Gates“ von Liz Pillion. Simon Culic aus der 6b hatte Jan Andersens „Dusty in Gefahr“ vorgestellt und Anestis Ilias aus der 6c las aus Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes“.

Bewertet wurden Lesetechnik und Interpretation sowie die Auswahl des jeweiligen Textes bei dem frei gewählten Buchtext. Eine mit zehn Personen gut besetzte Jury hatte die Lesekünste der Sechstklässler bewertet. Dazu gehörten die Deutschlehrerinnen des Jahrgangs, Nicole Dönges, Victoria Erbert, Juliane Hölzinger, Anne Meyer-Adams, Katharina Ruthner, Helena Ziegler, Schulsekretärin Monika Schuch sowie eine Mitarbeiterin der GNZ, Barbara Kruse, und der Kinzigtal Nachrichten, Elisabeth Schmitt.

Die Leseleistungen der Sechstklässler lagen in diesem Jahr eng beieinander, was diejenigen bemerkten, die den Vorlesewettbewerb bereits seit vielen Jahren begleiten. So lagen nur geringe Abweichungen in den Punktzahlen zwischen allen fünf Teilnehmern. Die hatten bereits in ihren Klassen eine Teilnahmeurkunde erhalten. Die drei Sieger durften sich jeweils über ein Buchgeschenk freuen.

Fleißig wie eine Nähmaschine

Die 15 Schülerinnen der Näh-AG aus den Jahrgängen fünf bis neun sind alle engagiert beschäftigt. Einige arbeiten an den zehn Nähmaschinen der Henry-Harnischfeger-Schule Bad Soden-Salmünster, die der Förderverein bereits vor Jahren angeschafft hatte. Andere stehen am Bügelbrett und glätten ihre Werke aus Stoff oder verarbeiten Materialien, die mittels Hitze darauf appliziert werden. Wieder andere messen oder schneiden ihren Stoff gerade, um anschließend mit der Näharbeit zu beginnen.

Näh AG

Die Schülerinnen sind stolz auf ihre ganz eigenen Produkte. Mit ihnen freuen sich Lehrerin Martina Schneider sowie Pit Müller (hinten, links) und Lothar Klinkhammer vom Förderverein der Schule. Foto: Kruse

 

Die Schülerinnen werkeln gemeinsam in einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft und werden dabei von Lehrerin Martina Schneider betreut. Auch Jugendliche aus der Intensivklasse sind mit von der Partie. Was sie sprachlich noch nicht unmittelbar begreifen können, lernen sie durch praktische Anleitung. Die Schülerinnen helfen sich gegenseitig und haben sichtlich Spaß bei der Arbeit, was auch für die Lehrerin gilt. Denn Martina Schneider hat durch die Spendenbereitschaft des Fördervereins die Möglichkeit, Stoffe mit ausgesprochen schönen und modischen Mustern anzuschaffen. So identifizieren sich die Schülerinnen gern mit ihren Werken, staffieren das eigene Zimmer mit den selbst genähten Kissen aus oder nutzen stolz die selbst hergestellten Taschen oder Rucksäcke. „Das Einhornkissen möchte ich einer Freundin zum Geburtstag schenken“, erzählt eine der Schülerinnen. So zeigen die Mädchen viel Engagement und lassen ihren kreativen Ideen freien Lauf.

Auch gutes Werkzeug, wie Schneiderscheren, Kreide sowie Zubehör wie Knöpfe und Reißverschlüsse kann Martina Schneider mit den Mitteln des Fördervereins anschaffen. Die Wartungskosten für die vor Jahren angeschafften Nähmaschinen werden ebenfalls dadurch getragen.

„Ich bin so froh darüber, dass wir diese Möglichkeit für den Nähkurs haben“, freute sich Schneider und dankt Pit Müller und Lothar Klinkhammer vom Förderverein bei der Übergabe von 200 Euro für weitere Materialien. „Nur noch in wenigen Familien wird genäht oder gehandarbeitet“, erklärt die Lehrerin. Kinder, die diese Kulturtechniken einmal erlernt hätten, könnten sie bei Bedarf in ihrem Leben immer wieder verwenden, ist sich Schneider sicher.

Erfolgreiche Experimente

Jeder der acht Teilnehmer der Henry-Harnischfeger-Schule am Hessischen Chemie-Wettbewerb hat gewonnen. „Das hatten wir noch nie in der Vergangenheit“, freute sich Wilfried Schlägel, der die Arbeitsgemeinschaft Chemie leitet. Marvin Breidenbach, Maksim Dekic, Vinzent Enders, Jonas Glück, Alexander Hein, Luca Merz, Justin Viliani und Max Vormwald holten zwei Mal einen dritten und ein Mal einen zweiten Platz. Am 13. Dezember erfolgt die offizielle Preisübergabe in der Goethe-Universität in Frankfurt.

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Die siegreichen Chemie-AG-Mitglieder mit Wilfried Schlägel und Gabriele Ebbeler-Tischbirek. Foto: Kruse

2016, als die Schüler ihre Ergebnisse für den Wettbewerb einreichten, besuchten sie die neunte beziehungsweise siebte Jahrgangsstufe. „Wir sind eine der ganz wenigen Gesamtschulen, die an diesem Wettbewerb teilnahmen“, berichtete Wilfried Schlägel. Ansonsten seien dort vornehmlich Gymnasiasten vertreten. Den Grundstein für das wissenschaftliche Arbeiten legt die Harnischfeger-Schule in ihren Profilklassen. Das wird daran deutlich, dass alle Teilnehmer der Chemie-AG ihren Beginn an der Schule in einer „NaWi“-Klasse machten.

Die Arbeit der AG verlaufe in intensiver Teamarbeit, berichteten die Jugendlichen. Alle tragen bestimmte Bausteine zusammen. Es wird experimentiert und wissenschaftlich ausgewertet. Die Großen helfen dabei den Jüngeren.

Es ging um den Aufbau von Chlorophyll und chemische Reaktionen rund um das „Grün“. So ließen die Schüler Kresse in der Petrischale unter verschiedenen Bedingungen keimen, veränderten dabei die Zufuhr von Wasser, die Temperatur und das Licht. Die Schüler erkannten, saures Wasser oder basisches Wasser lassen die Kresse weniger gut wachsen als Wasser mit einem neutralen PH-Wert. Sie ergründeten, wie und warum sich Eiweiße und Enzyme durch Zusammentreffen mit Basen und Säuren verändern. Sie machten mittels Papier-Chromatografie die verschiedenen Farbstoffe in der Kresse sichtbar.

Im Experiment mit Petersilie in siedendem Wasser erfuhren sie, dass durch die Zugabe einer Kupfermünze ein kräftiges Grün entsteht, während die Farbe bei Zugabe von Essig schwächer wird. Beim Kochen in Kupfertöpfen wird etwa die Farbe von Bohnen oder Erbsen intensiver grün. Grund dafür ist, dass sich freie Kupfer-Ionen im Chlorophyll einlagern und Magnesium stattdessen freigesetzt wird. „Es war Vieles dabei, das ich auch nicht wusste“, gestand Chemielehrer Schlägel.

Begonnen hatten die Schüler mit ihren Untersuchungen zu Beginn des Schuljahres. Am 15. Dezember galt es, die Ergebnisse abzuliefern. Etwa ein halbes Jahr stand zur Verfügung, um die Experimente auszuführen und auszuwerten. „Da macht jede Gruppe ein Experiment, sonst ist das nicht zu schaffen“, erklärt Schlägel. Die Schüler erhielten kürzlich die Mitteilung über ihre Platzierung und die Einladung nach Frankfurt von Gabriele Ebbeler-Tischbirek, der stellvertretenden Schulleiterin. Und am 14. Dezember werden die Schüler der Chemie-AG im Rahmen eines großen Ehrungsabends an der Harnischfeger-Schule für ihre Leistungen in der Chemie-AG ausgezeichnet.

Edeka-Kunden spenden 370€ für Schülerbibliothek

Edeka Habig unterstützt Förderverein der Henry-Harnischfeger-Schule

 

Gemeinsam mit dem Handballverein HSG Kinzigtal und der Caritas Bad Soden-Salmünster war der Vorstand des Fördervereins der Henry-Harnischfeger-Schule zur Übergabe der Spendenaktion HaBigBox in den Salmünsterer Edeka Habig-Markt geladen.

„Seit längerer Zeit können sich Vereine und gemeinnützige Einrichtungen in unseren drei Märkten für die HaBIG-Box bewerben. Unsere Kundinnen und Kunden spenden dann ihr Pfandbon für einen guten Zweck. Somit bieten wir den Vereinen und gemeinnützigen Einrichtungen unserer Region eine Plattform auf der sie sich präsentieren und ihren Bekanntheitsgrad erhöhen können und nicht zu vergessen: den Inhalt der HaBIG BOX für ein Quartal. Wir freuen uns sehr, dass wir neben dem Handballverein HSG Kinzigtal und der Caritas auch den Förderverein der Henry-Harnischfeger-Schule mit seinem Vorhaben, die Schülerbibliothek zu erneuern, somit aktiv unterstützen können. Wir danken unseren Salmünsterer Kunden für eine Spende in Höhe von 370€.“, erklärt das Ehepaar Elke und Manfred Habig. Jeder Verein oder gemeinnützige Institution könne sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für die HaBIG BOX bewerben.

Der Vorstand des Fördervereins um Volker Hagemann, Nicole Dönges, Sabine Schnabel und Lothar Klinkhammer dankten Familie Habig für ihr Engagement und freuen sich über Neuanschaffungen für die Bibliothek.

Elke Habig sagte in einem Gespräch mit der Pädagogischen Leiterin Julia Czech darüber hinaus zu, die Zusammenarbeit mit der Henry-Harnischfeger-Schule in der Berufsorientierung weiter zu vertiefen.

EDEKA

Auf dem Foto die Empfänger der Spenden mit dem jeweiligen Spendenbetrag:

Vorstandsmitglieder des Fördervereines der Henry-Harnischfeger-Schule (Spende in Höhe von 370,00€ für die Schulbibliothek), Elke und Manfred Habig sowie Dieter Grauel und Stefan Heil vom HSG Kinzigtal (Spende in Höhe von 1343,99€ für die Jugendarbeit) und Frau Roswitha Herpel von der Caritas Bad Soden-Salmünster (Spende in Höhe von 577,00€ für ein Seniorenprojekt)