Artikel 2010

Wenn die Lego-Männchen rotieren

Kollegium der Grundschule Salmünster trainierte für Robotikunterricht

Wenn die Lehrer Lego spielen, haben sie Spaß und dann kann schon einmal ein Spielmännchen rotieren. Beim pädagogischen Tag trainierte gestern das Kollegium der Grundschule Salmünster für den Robotikunterricht.

Nachdem die Grundschule der Henry-Harnischfeger-Schule kurz nach den Sommerferien mit kleinen Laptops, Lego-Bausätzen und weiterem Zubehör für den Robotikunterricht ausgestattet worden war, machten sich nun die Lehrerinnen und Lehrer fit für die Anwendung mit den Kindern.

Lehrer Björn Wiest arbeitet schon über ein Jahr mit Siebtklässlern mit Lego-Robotern und einer auf den Gebrauch in Schulen abgestimmten LabView-Software, die auch an den Universitäten und in den Entwicklungsabteilungen der Industrie angewendet wird. Er wies nun seine Grundschulkollegen in diese Materie ein. "Ich denke, wir haben nun alle das Handwerkszeug, es im Unterricht umzusetzen", sagte Grundstufenleiterin Anita Jost. Die Arbeit mit den kleinen Computern und der Robotikunterricht soll in allen Klassen angeboten werden. Sicher überträgt sich der Spaß, den die Lehrerinnen am Bauen und Programmieren hatten, auf die Kinder.

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Mini-Bundesliga

Mini-Bundesliga: Henry-Harnischfeger-Schule vertritt Bayern München

Sie haben hoch gepokert und gewonnen: Die Bewerbung der Henry-Harnischfeger-Schule Salmünster, bei der Mini-Bundesliga als Bayern München anzutreten, hat sich durchgesetzt.

Und das passt: Der frühere Bayern-Trainer Felix Magath hätte an dieser Truppe seine helle Freude gehabt: Die Drittklässler der Henry-Harnischfeger-Schule in Salmünster sehen den Fußballsport als zentralen Inhalt ihrer Freizeit an. An der von „Quälix“ so geschätzten Fitness dürfte es ebenfalls nicht mangeln, stehen doch drei waschechte Leichtathleten des TV Salmünster im Aufgebot. So ist etwa der Sprint die große Stärke von Filipp Kohl, der von sich sagt: „Ich bin im Rennen der Beste.“ Der Achtjährige aus Hausen, der sich gerne in der Natur bewegt und deshalb vielleicht Förster werden möchte, hat es aber auch im Weitsprung schon auf die respektable Weite von 3,48 m gebracht. Diese persönliche Bestmarke teilt er sich mit dem Alsberger Robin Pfahls (8), der zusätzlich zum TV auch den Fußballern des SV Salmünster angehört. Der Mittelfeldspieler eifert besonders Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller nach. Über das Rasenschach hinaus hat er noch andere Interessen: Er spielt Klavier, und seine Mutter Nicole Pfahls, Elternbeirätin und Organisatorin der Schulbewerbung zur Mini-Bundesliga, weiß zu berichten, dass sich Robin bereits jeden Tag mit seinem Bruder Philipp (10) den Sport- und Lokalteil der Kinzigtal Nachrichten zum Lesen teilt. Das Leichtathletik-Trio komplettiert Jonathan Nix aus Salmünster. Der neun Jahre alte VfL-Wolfsburg-Fan hat es im Ballwurf bereits auf 30 Meter gebracht, wobei ihm Teamkamerad Filipp attestiert: „Das war echt cool.“ Jonathan, der im Sturm aufläuft, gefällt es, während des Urlaubs wie zuletzt im mecklenburgischen Fleesensee zu baden und Boot zu fahren.



Tillmann Grössl (8), von den anderen „Rüssel“ genannt, ist Anhänger von Werder Bremen und dabei im Speziellen von Per Mertesacker, seinem Vorbild als Abwehrspieler. Der Salmünsterer findet Urlaub mit seinen Eltern im italienischen Florenz gut. Auf ein Pfund im Sturm können die Bayern in Person von Marcel Tutak (8) bauen. Sollte er nur in Ansätzen in die Fußstapfen seines Vaters Sedat treten, der mit stetigem Erfolg für den A-Ligisten SV Salmünster auf Torejagd geht, können sich die gegnerischen Defensivblöcke schon mal warm anziehen. Die Angriffsreihe wird vervollständigt von Tom Betz (8) aus Salmünster, dessen Lieblingsspieler Arjen Robben ist, weil dieser „fast die WM gewonnen hat“. Tom macht in der Schule neben Sport am liebsten Kunst, „weil man da basteln kann“. Dass Nike Belz zu Recht im Aufgebot der Schule steht, zeigt alleine schon die Tatsache, dass sie der Auswahl der Mädchenförderschule Fulda Süd angehört. Die achtjährige Mittelfeldspielerin aus Salmünster hat nur Fußball im Kopf, so etwa verbringt sie auch ihre freie Zeit damit, sich mit ihrer Schwester Lale (10) im Tischkicker zu messen. Passend zum Rekordmeister München liegt auch die Latte der Erfolgserwartung in Salmünster entsprechend hoch: „Das Halbfinale sollte drin sein“, glaubt Nicole Pfahls. Für dieses Ziel wurde die geeignete sportliche Leitung engagiert: Tillmanns Vater Christoph Grössl, frisch gebackener C-Lizentrainer vom SV Salmünster, wird das Team an der Außenlinie coachen.

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Schulhofaktionstag

Groß und Klein arbeiten Hand in Hand

Hof der Harnischfeger-Schule wurde verschönert

Es wurde gehackt, gehämmert, gepflanzt und gekehrt und nun sind die Höfe und der Garten der Henry-Harnischfeger-Schule fit für den Winter. Viele Helfer beteiligten sich an den zwei Tagen am Arbeiteinsatz.

Schüler, Lehrer und Eltern arbeiteten Hand in Hand. Auf dem Grundschulhof wurde die obere Holzlage auf dem Steg über Henrys Bachlauf (er leitet das Dachrinnenwasser über den Hof ab) erneuert; der Steg ist nun wieder sicher. An einigen Stellen wurden die im Frühjahr gepflanzten Zäune aus Weide und das Weiden-Tipi ergänzt und einige Zaunstücke neu gepflanzt. Sträucher wurden geschnitten, nicht gewünschte Wildkräuter entfernt und diverse Flächen abgerecht.

Viel war auch im Schulgarten zu tun. Bereits im Vorfeld haben Schüler sieben Säcke Äpfel gesammelt, die ein Vater zur Kelterei gebracht hat, erläutert Lehrerin Heidrun Beressem. Daraus wird Apfelsaft gemacht, der das Jahr über bei verschiedenen Anlässen getrunken wird. Von dem im Frühjahr neu angelegten Beerensträucher-Beet gepflanzten Schüler von selbst gewachsene Blumen auf ein anderes Beet um und entfernten das andere Grün. Auch zwei Eichen, die im Schulgarten wachsen durften, sollen nun an einer anderen Stelle weiter wachsen.

Im Vorfeld hatte ein Team von Lehrern alle notwendigen Maßnahmen aufgelistet und eingeteilt, wer wann was machen kann. So konnte gut koordiniert gearbeitet werden. Die Pausen bei von Eltern gespendeten Köstlichkeiten wurden zur Reflexion und zur Erholung genutzt. (Kinzigtal-Nachrichten 04.10.2010)

Weihnachtsmarkt 2010

Markt als Zeichen eines lebendigen Vereinslebens

Weihnachtsmusik, Plätzchenduft, Kinderstimmen, Schnee und Kälte waren ideale Begleiter des 32. Weihnachtsmarktes im Stadtteil Salmünster. Rund 40 Stände und Stationen sowie ein tolles Programm boten viel Abwechslung.

Es ist schon eine liebe Gewohnheit, dass der Kindergarten St. Maria und der Musikverein 1921 Salmünster die Eröffnung begleiten. Vor dem Rathaus sangen die von ihren Erzieherinnen und vielen Eltern begleiteten Jungen und Mädchen Lieder wie „Weihnachtsmarkt“. Bürgermeister Lothar Büttner (parteilos) sprach von einem besonderen Weihnachtsmarkt, der von der Gemeinschaft der Vereine für die Menschen veranstaltet und bestückt werde. Der Advent sei die Zeit der Erwartung, sagte Pfarrerin Annette Reidt und nannte die Weihnachtsmärkte Vorboten auf Weihnachten. Pfarrer Dr. Michael Müller erbat den Segen für die Veranstaltung. Der Gang über den Markt spiegelte ein lebendiges Vereinsleben wider. Viele Vereine und Gruppen vom Kinder- und Jugendbeirat über die Junge Union bis zum Kindergarten St. Maria, der Henry-Harnischfeger-Schule, den Pfadfindern und vielen anderen waren mit Ständen präsent. Viele informierten und die meisten hielten Leckereien bereit. (Kinzigtal-Nachrichten, 6.12.10)

Sanierung Grundschule

Sanierung der Grundschule Salmünster beendet

Ein Jahr lang wurden Dach und Fassade der Grundschule Salmünster für eine Million Euro renoviert. Jetzt wurde der fertige Bau offiziell übergeben.

Rund 50 Stühle und einen Berg von Schnittchen hatte die Schulleitung der Henry-Harnischfeger-Schule (HHS) Salmünster zur Übergabe der Grundschule am Mittwoch in der Aula aufgebaut. Die Investition von einer Million Euro ist zwar nicht wenig, aber bei Schulsanierungen noch keine große Summe. Dass dennoch viele Stühle von Lokal- und Kreispolitikern besetzt wurden, beurteilte einer der Volksvertreter lapidar mit: „Es ist Wahlkampf – da kommen die auch, wenn ein neuer Lokusdeckel eingeweiht wird.“

Die neue Schulleiterin der HHS, Katharina Heinen, ging in ihrer Begrüßung auf den auffälligen blau-roten Anstrich der Fassade ein: „Ich weiß, dass die Farbe in der Bevölkerung für Aufruhr gesorgt hat. Aber ich kann Ihnen sagen: Lehrer und Schüler finden sie klasse.“ Sie wünsche sich außerdem, dass nicht nur auf die Hülle der Schule geschaut werde, sondern auch auf das, was sich in ihr tue. Die Farbwahl war auch Thema von Grundschulleiterin Anita Jost. „Ich weiß, dass es Widerstände gegen die Farbe gab“, sagte sie. „Aber das Rot und Blau sind einfach grundschulgerecht.“ Außerdem sei so klar: Die Schule müsse sich nicht verstecken. Als Jost im August 2008 ihr Amt antrat, sei sie überrascht gewesen vom schlechten Bauzustand der Schule.

Eine Million Euro wurden investiert


Einen Monat später trat sie in „durchaus vehemente“ Verhandlungen mit dem Landkreis als Schulträger. Mit Mitteln aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Bundes konnten so im vergangenen Jahr 700 Quadratmeter des Daches neu gedeckt werden, 1030 Quadratmeter Außenwand wurden gedämmt, die auffällige Fluchttreppe und ein neuer Klassenraum im Dachgeschoss wurden errichtet. „Ganz wichtig war auch die Sanierung der Toiletten“, sagte Jost. „Jetzt gehört die erhebliche Geruchsbelästigung im Treppenhaus endlich der Vergangenheit an, und die Kinder gehen wieder gern auf die Toilette.“ Die räumliche Aufwertung bedeute nicht zuletzt auch eine Wertschätzung der Lehrer. Die Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung des Kreises sei meist harmonisch und konstruktiv verlaufen, auch, „wenn es manchmal ganz schön zur Sache ging“.

Schuldezernent Günter Frenz (CDU) bestätigte das vehemente Engagement der Grundschulleiterin für ihre Interessen. „Bad Soden-Salmünster ist uns teuer und lieb“, sagte er mit einem Lächeln und hatte damit nicht nur den Lacher von Bürgermeister Lothar Büttner (parteilos) auf seiner Seite. Bei 102 zu betreuenden Schulen könne der Kreis leider nicht alle Wünsche befriedigen. „Schulen stehen an erster Stelle, wenn es um Investitionen geht“, sagte Frenz. „Auch den Erhalt der Kleinschwimmhalle für den Schwimmunterricht ist eine zentrale Aufgabe für uns, die wir noch lösen wollen und werden. Der Kreis wird die Mittel dazu zur Verfügung stellen.“
Planung und Bauleitung wurden von der Bad Soden-Salmünsterer Firma Indusplan übernommen. Ein Ständchen für die Politiker brachten die Kinder der 4c. (Kinzigtal-Nachrichten, 22.09.10)