Schulhofgestaltung

Schulhof in Bewegung

Die Schulhöfe der Henry-Harnischfeger-Schule sind seit dem Jahr 2002 in ständiger Bewegung. Jedes Jahr im Frühjahr und Herbst werden bisher ein oder mehrere Projekte umgesetzt um das Umgestaltungskonzept der Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung aus dem Jahre 2002 weiterzuführen. Durch die gemeinsamen Anstrengungen vieler Eltern, Kindern und Lehrern sind schon viele Projekte Realität.

Durch das eingeschränkte Budget musste allerdings an vielen Stellen improvisiert werden, da ein Umbau mit Tiefbaufirma und vorgefertigten Elementen aus Kostengründen nicht zum tragen kam. Auf der anderen Seite ist durch das von Eltern, Schüler und Lehrern gemeinsame Umsetzen der Schulhofumgestaltung eine höhere Identifikation mit dem in Eigenleistung erstellten zu erwarten. Abgesehen von der interessanteren Optik, hervorgerufen durch die Improvisationen bei der baulichen Gestaltung - im Gegensatz zu Fertigteilen. Viele Gestaltungselemente und einige Spielgeräte sind aus gespendeten Bäumen, die in Eigenleistung zerkleinert und bearbeitet wurden, oder mit Materialien hergestellt, die Lieferanten kostengünstig zur Verfügung stellten. Daher wurden z.B. bei den Pflasterflächen viele gespendete Pflasterreste verarbeitet, was bei diesen Flächen eine gewollte besondere optische Erscheinung hervorruft.

Dynamische Spielgeräte wie z.B. die Drehscheibe oder die Hängemattenschaukel, die einer besonderen technischen Beanspruchung unterliegen, wurden aus Sicherheitsgründen bei Herstellern mit entsprechenden TÜV-Bescheinigungen eingekauft.

Nachdem im Jahr 2002 die ersten großen Umbauten durchgeführt wurden - zur Erinnerung: alleine in den ersten beiden Arbeitswochenenden wurden nahezu 300 m² Asphaltfläche aufgebrochen und neu gestaltet, ein neuer Weg zur Entzerrung der Schülerströme zur Bushaltestelle und grüne Klassenzimmerareale angelegt – konnte im Frühjahr eine nächste große Entsiegelungsaktion starten und auf dem Grundschulhof ein Bachlauf angelegt werden.

Bei den ersten Aktionen wurden – man macht das ja nicht alle Tage – die vorgesehenen Projekte etwas großzügig angegangen. Alle waren war voller Elan und wollten ja auch bereits nach dem ersten Arbeitseinsatz etwas vorweisen um die Motivation für kommende Einsätze herzustellen. So wurden aber aus dem geplanten Wochenende zwei mit Spätschichten und ein kleiner Trupp mit unverwüstlicher Begeisterung hängte noch ein paar Einsätze hintendran. Zum Schluss winkte als Belohnung das dann zur Tradition gewordene Abschlussbier – meist im Dunkeln.

Diese etwas überdimensionierten Teilabschnitte wurden bei den letzten Einsätzen reduziert. Es sollte ja auch nicht der Spaß unter zu hoher Arbeitsbelastung leiden.

Im Herbst letzten Jahres und dieses Frühjahr wurden die an schon umgestalteten Flächen Ergänzungen vorgenommen und Mängel beseitigt, So wurde der Bachlauf an einigen Stellen nachgearbeitet, eine Brücke über diesen aus gespendeten Baumstämmen angefertigt und verlegt. Dazu kam dass die Anpflanzungen teilweise ersetzt bzw. ergänzt wurden. Im Herbst wurde auch ein Zaun zur Begrenzung des neuen Wiesenareals für die 10er Klasse errichtet. Dazu wurden Bohlen verwendet, die als „Abfall“ bei der Brückenherstellung angefallen waren. Im Rahmen eines Schülerprojektes soll der Zaun mit Gestaltungselementen ergänzt werden und so als Kunstwerk anzusehen ist. Auf dem Schulhof 3 wurden Ballspielflächen markiert die als Spielareale für die Schüler von der Hausaufgabenbetreuung benutzt werden. Ebenfalls im Herbst wurden die Oberflächen der sechseckigen Tischtennisplatten fertig gestellt und somit bespielbar.

Bei dem letzten Arbeitseinsatz im Mai, bei dem auch wieder viele Eltern, Schüler und Lehrer mitgeholfen haben, konnten dann wieder mehrere Projekte realisiert werden. So entstand auf dem dritten Schulhof ein „Grünes Klassenzimmer“. Dazu wurde eine Fläche von ca. 20 m² Asphalt entfernt und durch eine kreisförmige Pflasterfläche ersetzt. Auch hier wurde, wie bei allen neuen Pflasterflächen der Kreativität der Pflasterer/innen freien Lauf gelassen und so eine gestalterisch bemerkenswerte Fläche erstellt. Die dreistufigen Sitzelemente wurden so angeordnet, dass sie noch später ergänzt werden können.

Frisch verteilte Holzschnitzel lockern den mittlerweile verdichteten Boden unter der Drehscheibe wieder auf und stellen den notwendigen Fallschutz erneut her. Zwei weitere neu zusammengebaute Podeste hinter dem 17er Trakt dienen den Schülern während der Pausen als Ruhemöglichkeit. Dank zusätzlicher Mittel des Fördervereins konnten für den Schulhof 1 zwei weitere Spielgeräte aufgestellt werden. Auf dem Wackelbaum, ein auf Spiralfedern gelagerter Baumstamm, können bis zu 10 Kindern schaukeln und wippen. Eine große Hängemattenschaukel aufgestellt ermöglicht mehreren Kindern das Schaukeln wie in einer Hängematte.

Wie jedes Mal sind neben den Baumassnahmen viele Pflegearbeiten in den Pflanzarealen und Neupflanzungen vorgenommen worden. Die zumindest für die Anwachsperiode notwendigen Schutzeinrichtungen für die Anpflanzungen wurden dabei von Schülern errichtet. Die Pflege, Unterhaltung der ungestalteten Flächen und der sichere Umgang mit den Spielgeräten sind Themen der weiteren Arbeit, die sich die Projektgruppe in enger Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern vorgenommen hat.

Schulchor

Der Schulchor "Die Schulhofspatzen" existiert seit 1998 und umfasst etwa 40-50 interessierte Schüler der Jahrgangsstufen 3, 4, 5 und 6. Jede Woche wird in zwei Gruppen geübt und vor den Auftritten finden (zusätzliche) gemeinsame Proben statt.

In den Übungsstunden liegt der eine Schwerpunkt auf der Stimmbildung und der andere auf dem gemeinsamen, zur Mehrstimmigkeit führenden Singen. Dabei spannt sich der Bogen vom mittelalterlichen Lied über Kantaten und Musicals bis hin zu zeitgenössischer Chormusik, von einfachen Volksliedern bis zu "harten Nüssen" des modernen Liedguts.

In jedem Jahr findet (soweit möglich) in einer Jugendherberge ein Chorwochenende statt, das der intensiven Vorbereitung für einen Auftritt dient, aber auch Gelegenheit bietet, bei Spaß und Spiel die Chorgemeinschaft noch stärker zusammenzufügen.

Mit den Auftritten bereichern wir das Leben der Schulgemeinde und der politischen Gemeinde. So findet regelmäßig zum Schuljahresende ein Chorabend in der Aula statt und übers Jahr werden Veranstaltungen des Fördervereins, Kennenlern-Feste der Grundschule, Verabschiedungen, St. Martins-Andachten, Weihnachtsmärkte, Altstadtfeste, Seniorennachmittage und Feiern im Krankenhaus mitgestaltet.



Unser Motto lautet:

Singen, das macht uns Spaß;
Singen, das bringt uns was;
Singen macht gescheit und ist gesund!
Singen geht jederzeit;
Singen bringt andern Freud';
Singen macht das Leben bunt!