Wie verändert sich die Bildung durch die Digitalisierung? Warum sind andere Länder fortschrittlicher? Wie sieht das Essen der Zukunft aus?
Mit diesen und weitern Fragen beschäftigten sich junge Journalistinnen und Journalisten beim Jugendpressetag in Berlin.

Der diesjährige Jugendpressetag stand unter dem Motto „Arbeitswelten der Zukunft“. Dazu waren 84 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung am 14.12.2018 nach Berlin eingeladen. Diese hatten die Möglichkeit, mit Bundesministerin Anja Karliczek (CDU) über Problematiken der Digitalisierung zu sprechen, eigene Fragen zu äußern und einen spannenden Tag in Berlin zu verbringen.

Die eingeladenen Besucher durften im Konferenzsaal des Ministeriums Platz nehmen. Die Teilnehmer fühlten sich wie professionelle Journalisten, schließlich waren Ablauf, Atmosphäre und Einrichtung wie bei einer echten Pressekonferenz. Die Spannung unter den Nachwuchsreportern erhöhte sich, als Anja Karliczek angekündigt wurde, die seit März 2018 deutsche Ministerin für Bildung und Forschung ist. Karliczek betrat den Raum und eröffnete den Jugendpressetag mit den Worten: „Wir sind dem Alltag voraus, wir bilden die Zukunft ab, dadurch dass Wissenschaft und Forschung Erkenntnisse für die Zukunft liefern.“ Sie berichtete zudem von themenbezogenen Wissenschaftsjahren. Im aktuellen Wissenschaftsjahr 2018 geht es um „Arbeitswelten der Zukunft“. Für 2019 steht der Schwerpunkt „Künstliche Intelligenz“ auf dem Plan.
Auch Marcel Hagemann aus der zehnten Klasse der Henry-Harnischfeger-Schule durfte auf Empfehlung der Rektorin und pädagogischen Leitung der Schule, Julia Czech teilnehmen.

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„Eigentlich produziere ich hauptsächlich Videos, unter anderem für meinen eigenen YouTube-Kanal. Gelegentlich schreibe ich aber auch Artikel für Schulhompage oder Lokalzeitung.“, so der fünfzehnjährige Schüler.
Im Laufe der Veranstaltung durften die Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Fragen an Frau Karliczek richten. Eine Schülerin fragte, wie die Bildungsministerin in die Politik gekommen sei. Eine weitere Frage bezog sich auf die Ursachen für Stress und Leistungsdruck in der Schule. Vielen Eltern sei es wichtig, dass ihre Kinder aufs Gymnasium gehen, antwortete Karliczek. So entstehe schon früh ein Leistungsdruck. Die Ministerin mahnte: „Es muss nicht jeder aufs Gymnasium gehen. Wir sind ein Land der immerwährenden Chancen – es ist nie zu spät, sich weiterzuentwickeln.“
Ein Großteil der Konferenz beschäftigte sich mit der Digitalisierung an Schulen.
„Ich bin froh, dass meine Schule in Salmünster im Bereich Digitalisierung schon sehr fortgeschritten ist. Seit der fünften Klasse benutze wir Tablets im Unterricht, viele Räume sind mit Smartboards ausgestattet und jeder Klassenraum verfügt über einen eigenen Laptop.“, berichtet Marcel Hagemann mit Stolz.
Im Anschluss durften die Teilnehmer des Jugendpressetages exklusive Einblicke in das benachbarte Gebäude bekommen, in dem ein Zukunftsmuseum unter dem Namen „Futurium“ entsteht. Die offizielle Öffnung ist für September 2019 angekündigt.
Mit der Frage „Was ist Zukunft?“ begann Museumsdirektor Dr. Stefan Brandt die Führung durch das entstehende Museum. Das Museumskonzept beschäftigt sich mit der Zukunft von Ernährung, Gesundheit, Energie, der Städte und des Wohnens. Im Untergeschoss entsteht das Labor des Futuriums, in dem Besucher Zukunftstechnologien kennenlernen und ausprobieren können. Neben einem Veranstaltungsraum wird es auch Ausstellungen geben, die das Leben in der Zukunft darstellen. Dazu gehört auch ein Museumsrestaurant im Eingangsbereich. Besucher können sich auf die Zukunft des Essens freuen.
„Ich bin gespannt, wie das Futurium in Zukunft aussehen wird und komme bestimmt wieder, wenn die Ausstellung eröffnet ist.“, resümiert Marcel Hagemann nach dem beeindruckenden Tag.