Jugend forscht

Erfolgreich bei "Jugend forscht"  

Ingo Heil und Aaron Lotz von der Henry-Harnischfeger-Schule haben den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Altersgruppe „Schüler experimentieren“ gewonnen und einen Zusatzpreis errungen.

jugend_forscht.jpgDie zwölf Jahre alten Schüler, die in Salmünster die naturwissenschaftliche Profil-Klasse 6 D besuchen, hatten sich ein anspruchsvolles Thema aus dem Fachbereich Biologie ausgesucht. Sie gewannen neben dem ersten Preis in der Altersgruppe „Schüler experimentieren“ noch einen Zusatzpreis „nachwachsende Rohstoffe“. „Ingo und Aaron unternahmen Versuche zur vegetativen Vermehrung von Korbweiden. Im Nawi-Unterricht lernten sie unterschiedliche Pflanzen kennen, die man nicht nur durch Samen, sondern auch durch Pflanzenteile vermehren kann. Weiden kann man zum Beispiel durch Stecklinge vermehren, indem Weidenruten in den feuchten Uferbereich von Flüssen gesteckt werden“, so Biologielehrer Hubert Göbel, der wie sein Kollege Winfried Schlägel die Gruppen betreut.

Eine gute Alternative

„Sie gingen der Frage nach, wie klein die Aststückchen sein können, um sich noch bewurzeln und auszutreiben. Dabei fanden sie heraus, dass auch fünf Zentimeter lange Aststückchen ein ausreichend großes Bewurzelungsprozent haben“, so Göbel weiter. „Da die Vorräte an fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle nur noch eine begrenzte Zeit zur Verfügung stehen, werden alternative Energien und nachwachsende Rohstoffe immer bedeutender. Gerade mit dem Hintergrund der Klimaerwärmung ist die Anlage von CO2-neutralen Energiewäldern eine gute Alternative. Schnell wachsende Baumarten wie Weiden oder Pappeln werden in einem Turnus von etwa fünf Jahren geerntet und als Hackschnitzel zur Energiegewinnung verbrannt. Dabei wird nur das CO2 freigesetzt, welches zuvor in der Fotosynthese gebunden wurde.“ Auch die 15 Jahre alten Schülerinnen Nikru Kavoosifar und Bernadette Habel nahmen am Wettbewerb Jugend forscht teil. In ihrer Altersklasse waren sie die Jüngsten im Fachbereich Chemie. Sie schnupperten mit einem spannenden Thema „Wie kann ich Unfälle durch Haushaltschemikalien vermeiden“ in die Forschungsarbeit hinein. Angeregt durch einen Unfall in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft haben sie sich mit der Unfallvermeidung auseinandergesetzt und Haushaltschemikalien in Reinigern und Spülmitteln unter die Lupe genommen. Ihre Ergebnisse haben sie in einen Beipackzettel für Hausfrauen und Hausmänner eingebracht, mit dem Ziel, Unfälle im Haushalt zu verhindern. (Kinzigtal-Nachrichten 19.02.10)